Gesundheitliche Aspekte des Inline- Skatings
Gesundheitsfördernde Belastungen sind solche, die den Organismus in einer reizwirksamen Form ansprechen, das heisst, dass du dein Körper weder über- noch unterfordert wird. Positive Anpassungen sind die Folge, die dich widerstands- und leistungsfähiger machen. Fitness- Training beinhaltet somit auch immer Gesundheitstraining. Fitness- Skating kann dazu in optimaler Weise beitragen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
1. Sicherheit und Schutz vor Verletzungen beim Skaten,
2. der Halte- und Stützapparat und das Herz- Kreislauf- System werden angemessen beansprucht.
Diese beiden Faktoren bilden die Basis für ein effektives Training auf Inline- Skates.
Sicheres Skaten sollte als erste Grundvoraussetzung berücksichtigt werden. Dazu gehören das sichere Beherrschen der Grundtechniken genauso wie der Schutz durch Protektoren. Fitness kann am efffektivsten erworben und verbessert werden, wenn du dich auf die Fitnessübung konzentrieren kannst und Verletzungen durch Stürze vermieden werden.
Richtiges Skaten stellt eine Bewegungstechnik für konditionelles Training auf Inline- Skates sicher, die sowohl dein Bewegungssystem als auch das Herz- Kreislauf- System möglichst angemessen beanspruchen. Dies ist Voraussetzung, um einen effektiven Trainingsreiz zu setzen, denn die Verbesserung der Ausdauer auf Kosten von Überlastungen des Stütz- und Halteapparates verbessern langfristig weder Gesundheitszustand noch Fitness.
Betrachtet man die grundsetzliche Wirkung ausdauernden Skatens auf die Körpersysteme, so fällt folgendes auf:
Ähnlich wie die grossen Ausdauersportarten Laufen, Radfahren und Schwimmen verbessert Fitness- Skating die Durchblutung und die Funktionsfähigkeit des Herz- Kreislauf- Systems. Du kannst den Fettstoffwechsel trainieren, deine Ausdauer verbessern und das Gewebe straffen. Man schult gleichsam Kondition und Koordination inklusive des Gleichgewichtssinnes. Zusätzlich werden die Gelenke durch die gleitende Fortbewegung kaum mehr belastet als beim Gehen. Fitness- Skating besitzt damit ein hohes präventives Potential. Nicht nur Stoffwechsel- und Herz- Kreislauf- Krankheiten könnt ihr so vorbeugen, sondern auch Übergewichtige erhalten die Chance auf einen idealen, weil sanften, Einstieg in den Ausdauersport !
Die Verbindung aus statischer muskulärer Stabilisation und dynamisch- koordinativem Bewegungsablauf macht das Inline- Skating sogar für den sportmedizinischen Bereich interessant- und das nicht nur in negativer Hinsicht aufgrund auftretender Sturzverletzungen. Inline- Skating wäre z.B. bei fachgerechtem Einsatz ein denkbares Trainings- Tool, um einen schnelleren Wiederaufbau der Oberschenkelmuskulatur nach einer Verletzung zu gewährleisten. Skaten ist nicht nur günstig aufgrund des hohen Kraftreizes für die vordere Oberschenkelmuskulatur, sondern auch wegen des koordinativen Reizes. Die Muskulatur - gerade im Bereich des Oberschenkels - ist beim Skaten ständig gezwungen, Unebenheiten auszugleichen. Das heisst, ein optimiertes Zusammenspiel innerhalb eines Muskels bzw. zwischen verschiedenen Muskeln sorgt für eine stabile Position auf den Rollen. Eine Möglichkeit des Einsatzgebietes Rehabilitation hängt allerdings wesentlich von der Art der erlittenen Verletzung, den vorhandenen sportlichen Fertigkeiten des Betroffenen und einer angemessenen Belastungsweise bzw. Bewegungstechnik ab.
Quelle: „Richtig Fitness Skating „ von Olaf Hoos u. Sebastian Baumgartner
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