Inlinenews
13. July 2010Seenland 100 mit prominenter Beteiligung

Pechstein auf Inlinern: Zwei Siege und ein Sturz

Schnell auf dem Eis und auf...

Zwei Siege auf Inline-Skates: Die noch bis Februar 2011 gesperrte Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein ist trotz eingeschränkter Trainings-Möglichkeiten gut in Form. Bei der 5. Auflage der «Lausitzer Seenland 100» in Geierswalde feierte sie nach ihrem Erfolg auf der 6-Kilometer-Distanz bei brütender Hitze auch den Erfolg im Team-Halbmarathon. «Ich hatte eine Gänsehaut auf der Pelle und habe nur immer gedacht: Hoffentlich bekomme ich keinen Hitzschlag», meinte die 38- jährige Berlinerin nach der Asphalt-Schlacht bei 38 Grad im Schatten. Bei ihrem Comeback sieben Monate nach der verpassten Olympia- Qualifikation beim Eisschnelllauf-Weltcup in Salt Lake City setzte sie sich trotz eines Sturzes im Einzelzeitfahren durch. 

 

Nur wenige Stunden später bewies sie ihre Fitness auch im Team- Rennen - unter anderen mit den Ski-Langläufern Tim Tscharnke (Biberau) und Jens Filbrich (Frankenhain). In 37:55 Minuten setzte sich das Prominenten-Team mit über drei Minuten Vorsprung vor den Zweitplatzierten durch.

«Ich bin herzlich aufgenommen worden und habe mich sehr wohl gefühlt, bis auf die Situation beim Sturz», berichtete Pechstein. Kurz vor dem Ziel hatte sie auf dem Wendekurs einem entgegenkommenden Skater ausweichen müssen und die Kollision nur mit einer Landung im angrenzenden Feld vermieden. Dabei zog sie sich Schürfwunden zu. Die fünfmalige Olympiasiegerin war bei der Breitensport- Veranstaltung in der Lausitz startberechtigt, weil der Wettkampf nicht vom Eislauf-Weltverband ISU ausgeschrieben war, von dem sie wegen erhöhter Retikulozytenwerte für zwei Jahre gesperrt ist.


Innerhalb der nächsten Wochen erhofft sich Pechstein eine Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts über ihren Antrag auf eine Revisions-Verhandlung des Internationalen Sportgerichtshofes CAS. Nachdem ihren Anwälten von dem Gericht die nochmalige Chance einer Stellungnahme eingeräumt worden war, ist mit dem Entscheid aber nicht vor August zu rechnen. Hämatologen mehrerer Länder hatten Pechstein ein Blutanomalie als Grund für ihre hohen Werte bestätigt. Anti- Doping-Kämpfer wie Fritz Sörgel und Werner Franke sehen dies aber nicht als hinreichende Begründung ihrer anormalen Blutwerte.

 

Quelle: http://www.westfaelische-nachrichten.de