Überaus erfolgreicher Abschluss der Bahn-Wettkämpfe

Jana Gegner schickt Mareike Thum...
Für den letzten Tag der Bahmeisterschaften standen noch die 1.000 m Wettkämpfe und die Staffeln auf dem Programm. Bei den morgendlichen Vorläufen konnte sich aus der Herrenriege niemand für das Finale über 1.000 Meter qualifizieren.
Zuerst trat Alisa Gutermuth in den Ring. Eine Medaille war durchaus im Bereich des Möglichen. Zeitweise gab dem der Rennverlauf auch recht. Jedoch durch eine kleine Unaufmerksamkeit verlor sie in der letzten Runde die dritte Position und wurde am Ende "nur" fünfte. Dennoch eine beachtliche Leistung gegen die starke Konkurrenz.
Jana hatte es ins Finale geschafft, nachdem sie im Vorlauf von ihrer Mannschaftskameradin Sabine Berg teamtaktische Unterstützung erhalten hatte. Es scheint eh ihre EM zu sein, denn bisher konnte sie die Erwartungen der Bundestrainer mehr als erfüllen. Auch in diesem Rennen zeigte sie sich in blendender Form und reihte sich früh direkt hinter de führenden Italienerinnen ein. Die Distanz von 1.000 m ist seht heimtückisch, da kräftezehrend. Ja nicht zu früh in Front gehen und auch mit minimalstem Aufwand eine gute Ausgangsposition verschaffen. Drei Runden vor Ende setzte Jana sich geschickt neben die Drittplatzierte und verbesserte sich damit auf Position drei. Dann ging es Schlag auf Schlag. Bei der nächsten Attacke konnte Jana in der Kurveneinfahrt nochmals eine Italienerin hinter sich lassen. Auf der Schlussgeraden war dann alles klar: Platz zwei und damit Silber für Jana Gegner. Das waren natürlich beste Voraussetzungen für die anschließend stattfindenden Staffeln. Sollte es nochmals zu einer Medaille für Jana reichen?
Zunächst waren jedoch die Junioren an der Reihe. Jenny, Josie und Tamara stellten das Staffelteam der Junioren A Damen. Nach verhaltenem Beginn fiel unser Team sechs Runden vor Ende unglücklich etwas zurück und musste nun alle Kräfte in die Waagschale werfen, um noch um die Medaillen mitlaufen zu können. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung arbeiteten sich die Damen Runde für Runde wieder an die Spitze heran, denn nun hatte Tamara als Schlussläuferin sogar wieder die Chance auf einem Medaillenplatz das Rennen zu beenden. In der letzten Kurve innen vorbeiziehend lag sie plötzlich auf Platz zwei und griff sogar noch mit einem phänomenalen Zielschritt nach GOLD. Beinahe wäre ihr das gelungen. Nach einigen Minuten Beratung gab dann das Schiedsgericht bekannt.
1. Frankreich 4:54.221
2. Deutschland 4:54.224
3. Italien 4:54.377
In keinem der bisherigen Rennen fiel eine Entscheidung so knapp aus.
Nach diesem Rennen wollten natürlich die Junioren Herren ebenfalls eine Medaille erringen. Während Frankreich und Italien hier die weiteren Nationen schnell hinter sich liesen, verfolgten wir gespannt den Zweikampf zwischen Holland und unseren Jungs. Immer wieder wechselten sich die beiden in der Position ab, so dass am Ende der Zielschritt entscheiden musste. Auch hier einen denkbar knappe Entscheidung, leider zum Nachteil unserer Mannschaft. Es blieb nur der undankbare vierte Platz.
Ein ähnliches Rennbild zeigten uns die Junioren A Damen. Nur waren bei den beiden führenden Teams, der Rest war schon früh chancenlos abgeschlagen, unsere Mädchen zusammen mit Italien vertreten. Jedoch waren die Italienerinnen an diesem Tag so stark, dass sie sich deutlich vor dem Ende auch vom deutschen Team absetzen konnte. Dennoch eine klar verdiente Silbermedaille für die A-Damen Tamara Schmitt, Alisa Gutermuth und Katharina Rumpus. Bei den Herren spielten die Italiener in einer eigenen Liga. Von Beginn an setzten sie sich vom Feld ab. Hinter ihnen tobte zwischen Frankreich, Holland und Deutschland der Kampf um die Folgeplätze. Bis zwei Runden vor Schluss lagen wir klar auf dem dritten Platz. Die Holländer nutzen jedoch unsere Leichtfertigkeit kaltblütig aus und stellten in der letzten Runde unsere Mannschaft. Unser Schlussläufer Simon Albrecht konnte trotz fulminanter letzten Runde den Holländer nicht mehr einholen. Das war einen verschenkte Medaille und sollte auf das Konto "Lebenserfahrung" gebucht werden.
Bei den Staffelvorläufen der Aktiven Herren schied das deutsche Herrenteam nach einem Sturz von Etienne unglücklich aus, so dass für die angereisten Fans die ganze Konzentration der Damenelite galt. Mitgebrachte Vuvuzelas und sonstiges Krachmacher ertönten und machten die Tribüne zum Hexenkessel. Die Fanunterstützung motivierte Mareike, Sabine und Jana derart, dass sie streckenweise das Rennen klar dominierten. Am Ende fuhren wir sogar vor den Italienerinnen uneinholbar an Position eins und Jana konnte als Schlussläuferin ungefährdet GOLD nach hause holen.
Schöne Rennen haben wir gesehen und die Zeit auf den Rängen in guter Stimmung verbracht., mit den Sportlern gefiebert und viel Daumen gedrückt. Heute ist nun Ruhetag und am Dienstag wird die EM auf der Straßenstrecke fortgeführt. Als Berichterstatter verabschiede ich mich nun in den Urlaub und freue mich auf eine baldiges Wiedersehen bei einem der vielen Skate-Events in Deutschland.
Die detaillierten Ergebnisse findet ihr unter www.euroinline2010.it
