Inlinenews
05. November 2009Gesund durch den Winter – die wichtigsten Saunaregeln

Im Schwitzkasten

Sauna - Elixier für Körper und...

Winterzeit ist Saunazeit. Regelmäßiges Schwitzen wirkt auf Körper und Seele gleichermaßen. Die körpereigenen Abwehrkräfte werden durch die extremen Temperaturreize stimuliert. Zugleich kommt der Geist mitten im hektischen Alltag bei einem Saunagang zur Ruhe. Direkt nach dem Sport sollte man allerdings nicht gleich in den Schwitzkasten springen. Damit das heiß-kalte Vergnügen seine optimale Wirkung entfalten kann, gilt es einige Regeln zu beachten, die wir hier für Euch zusammengestellt haben.

Mit der finnischen Olympiamannschaft fing alles an


Die Wiege der deutschen Saunakultur liegt in Finnland. Die erste finnische Sauna gelangte 1936 mit der finnischen Olympiamannschaft nach Deutschland. Nachdem die schwitzerprobten Sportler überaus erfolgreich waren, galt die Sauna als das „Geheimrezept“ aus dem hohen Norden.

Die Wirkungsweise der finnischen Sauna beruht auf dem gezielten Wechsel von extremer Kälte und Wärme. Bei einer Hitze von bis zu 100 Grad Celsius steigt die Körpertemperatur um etwa ein Grad und die Hauttemperatur um etwa zehn Grad an. Die Gefäße weiten sich und die Durchblutung wird angeregt. Nach jedem Schwitzgang ziehen sich die Gefäße bei einer kalten Dusche oder im Tauchbad wieder zusammen. Dieser Wechsel trainiert die Elastizität der Gefäße und regt den Stoffwechsel an. Zudem wird durch regelmäßige Saunagänge die Bildung von Abwehrzellen im Blut verstärkt.

Unmittelbar nach dem Sport ist die Sauna tabu


Unmittelbar nach körperlicher Anstrengung und Sport ist ein Saunabesuch tabu. Ein Saunagang stellt eine extreme Belastung für den Körper dar. Ist der Körper schon vorher ausgepowert wird aus der Belastung schnell eine Überlastung. Die Folge: Erkältungskrankheiten und Infekte haben leichtes Spiel und können uns schon am nächsten Tag erwischen. Auch für akut Kranke mit Fieber und Entzündungen kommt ein Saunabesuch nicht in Frage. Bei Herzkrankheiten und Venenleiden solltet Ihr in jedem Fall zunächst einen Arzt kontaktieren.

Wenn ansonsten nichts dagegenspricht, sind ein bis zwei Saunabesuche pro Woche ideal.

Die Regeln


Vor dem Saunagang

  • Nehmt zwei Stunden vor dem Saunagang keine großen und schweren Mahlzeiten zu sich.
  • Duscht vor dem ersten Saunagang und trocknet Euch gründlich ab. Wenn Ihr nass in die Sauna geht, muss erst das Duschwasser verdunsten, bevor Ihr mit dem Schwitzen anfangt.


In der Schwitzkabine

  • Niemals ausgekühlt in die Sauna gehen. Erwärmt Euch zunächst mit einem warmen Fußbad, einer warmen Dusche oder einem heißen Getränk.
  • Die Dauer des ersten Ganges sollte 8 bis 12 Minuten betragen, die des zweiten bis zu 15 Minuten. Grundsätzlich solltet Ihr jedoch vor allem auf das eigene Wohlbefinden achten und Euch nicht zum Verweilen in der Schwitzkabine zwingen. Mehr als drei Saunagänge sind nicht ratsam.
  • Die Liegeposition ist in der Sauna zu bevorzugen, so befindet sich der gesamte Körper in einer Temperaturzone. Gegen Ende des Saunaganges solltet Ihr Euch eine Stufe tiefer setzen und etwa zwei Minuten aufrichten, um den Organismus auf das Aufstehen einzustimmen.
  • Mit dem Aufguss wird die Luftfeuchtigkeit abrupt um 50 Prozent angehoben und der Körper erhält einen extremen Hitzewall. Ein Aufguss ist nicht unbedingt notwendig und sollte immer erst am Schluss des Schwitzbades erfolgen.


Nach dem Saunagang

  • Direkt nach dem Saunagang, noch vor dem Abkühlen mit Wasser, braucht der Körper Sauerstoff. Geht an die frische Luft oder ans offene Fenster. Bewegt Euch, um den Kreislauf anzuregen. Gießt Euch dann – immer in Richtung des Herzens – kalt ab. Wenn Ihr topfit seid, dann könnt Ihr anschließend noch ins Tauchbecken gehen.
  • Nun gilt es auch, sich auszuruhen. Legt Euch mindestens 15 Minuten ruhig und warm eingepackt hin und entspannt Euch. Auch ein warmes Fußbad könnt Ihr Euch jetzt genehmigen.
  • Versucht während des Saunierens nicht zu trinken. Ansonsten behindert Ihr den Abtransport von Stoffwechselendprodukten. Nach dem Saunen könnt und sollt Ihr dafür soviel Trinken, wie Ihr möchtet – allerdings solltet Ihr Fruchtsäften und Mineralwasser den Vorzug geben, Alkohol ist tabu.